Gender als Repräsentation und Konstruktion
Lauretis versteht gender als "Repräsentation einer Beziehung, der Dazugehörigkeit zu einer Klasse, einer Gruppe, einer Kategorie [...]". Die Beziehung oder das Verhältnis zwischen Individuum und Klasse (sie versteht das soziale Geschlecht als Klasse) sind dabei für Lauretis zentral. Diese Beziehung wird durch gender nicht nur repräsentiert, sondern gleichzeitig auch konstruiert: "[...] gender konstruiert ein Verhältnis zwischen einer Entität und anderen Entitäten, die zuvor als Klassen konstituiert wurden, als ein Dazugehörigkeitsverhältnis." (S. 61)
Wie genau das Verhältnis zwischen der Repräsentation und der Konstruktion von gender funktioniert, ist mir leider nicht ganz klar geworden. Das Ganze wird mitunter etwas undurchschaubar, wenn beispielsweise die Frage aufgeworfen wird, wie die Repräsentation konstruiert wird (S. 73) (wo Repräsentation doch gleichzeitig auch Konstruktion sein soll...). Sie gibt jedoch Beispiele für die Repräsentation von gender, so das Ankreuzen von "w" oder "m" auf Formularen oder durch den Film, den sie mehrfach als "Technologie des Geschlechts" bezeichnet. Ausserdem bezieht sie sich auf Althussers Begriff der Interpellation als den "Prozess, durch den gesellschaftliche Repräsentation akzeptiert und von dem Individuum als ihre (oder seine) Repräsentation angenommen wird, und so für dieses Individuum wirklich wird, obwohl sie doch eigentlich imaginär ist." (S. 71) Während ich nun versucht bin zu schliessen, dass dieser Prozess der Interpellation zur Beschreibung der Konstruktion von Geschlecht dienen soll, stellt Lauretis gleich im Anschluss wiederum die Frage nach der Konstruktion der Repräsentation, was mich leicht verwirrt zurück lässt...
Wie genau das Verhältnis zwischen der Repräsentation und der Konstruktion von gender funktioniert, ist mir leider nicht ganz klar geworden. Das Ganze wird mitunter etwas undurchschaubar, wenn beispielsweise die Frage aufgeworfen wird, wie die Repräsentation konstruiert wird (S. 73) (wo Repräsentation doch gleichzeitig auch Konstruktion sein soll...). Sie gibt jedoch Beispiele für die Repräsentation von gender, so das Ankreuzen von "w" oder "m" auf Formularen oder durch den Film, den sie mehrfach als "Technologie des Geschlechts" bezeichnet. Ausserdem bezieht sie sich auf Althussers Begriff der Interpellation als den "Prozess, durch den gesellschaftliche Repräsentation akzeptiert und von dem Individuum als ihre (oder seine) Repräsentation angenommen wird, und so für dieses Individuum wirklich wird, obwohl sie doch eigentlich imaginär ist." (S. 71) Während ich nun versucht bin zu schliessen, dass dieser Prozess der Interpellation zur Beschreibung der Konstruktion von Geschlecht dienen soll, stellt Lauretis gleich im Anschluss wiederum die Frage nach der Konstruktion der Repräsentation, was mich leicht verwirrt zurück lässt...
dlandert - 27. Mär, 00:12

